Gastaufnahmevertrag


Die vom Gast veranlasste und vom Beherbergungsbetrieb/ Vermieter angenommene Unterkunftsreservierung begründet zwischen beiden ein Vertragsverhältnis, den sog. Gastaufnahmevertrag (Beherbergungsvertrag), der wie alle Verträge von beiden Vertragspartnern einzuhalten ist. Nach Gesetz und ständiger Rechtsprechung beinhaltet er unter anderem folgende Regelungen:

  • Wird eine Unterkunft (Hotelzimmer, Ferienwohnung/-haus usw.) bestellt, zugesagt oder kurzfristig bereitgestellt,so ist ein Gastaufnahmevertrag zustande gekommen.
  • Der Abschluss des Gastaufnahmevertrages verpflichtet die Vertragspartner für die gesamte Dauer des Vertrages zur Erfüllung der gegenseitigen Verpflichtungen daraus. a) Verpflichtung des Gastwirtes/Vermieters ist es, die Unterkunft entsprechend der Bestellung bereitzuhalten. b) Verpflichtung des Gastes ist es, den Preis für die Zeit (Dauer) der Bestellung der Unterkunft zu bezahlen.
  • Der Vermieter ist verpflichtet, bei Nichtbereitstellung der Unterkunft dem Gast Schadenersatz zu leisten.
  • Der Gast ist verpflichtet, bei Nichtinanspruchnahme der vertraglichen Leistungen den vereinbarten oder betriebsüblichen Preis zu bezahlen, abzüglich der vom Vermieter ersparten Aufwendungen. Die Einsparungen betragen nach Erfahrungssätzen bei Ferienwohnungen/-häusern 10% des Übernachtungspreises, bei Zimmern mit Frühstück 20%, bei Halbpension 30% und bei Vollpension 40% des Pensionspreises.
  • Der Vermieter ist nach Treu und Glauben gehalten, nicht in Anspruch genommene Unterkünfte nach Möglichkeit anderweitig zu vergeben, um Ausfälle zu vermeiden.
  • Bis zur anderweitigen Vergabe der Unterkunft hat der Gast für die Dauer des Vertrages den nach Ziffer 4 errechneten Betrag zu bezahlen.
  • Ausschließlicher Gerichtsstand ist der Betriebsort/Ort der Unterkunft.


Die Zeiten ändern sich - auch hier in Bad Endbach.

So war es früher üblich, als es noch nicht sehr viele Pensionen oder Hotels im neuen Kurort gab, dass Bad Endbacher ihre Schlafzimmer für Kurgäste räumten und diese dort übernachten ließen. Vor allem den Kindern schmeckte dies nicht immer und noch heute erzählt mancher inzwischen selber mit Kindern und Enkeln gesegnet, lachend von diesen Zeiten.